Samstag, 18. März 2017

Der offene Brief an Martin Schulz

Oh großer #Gottkanzler Schulz,

du wirst die SPD aus der Scheiße und der jahrelangen Versenkung ziehen, für Gerechtigkeit in unserem Land sorgen und Kanzler wirst du natürlich auch. Du bist nicht aufzuhalten und rast ungebremst selbstbewusst durch jede Talkshow. Fragen nach dem Posten als Vizekanzler erstickst du im Keim. Die Frage »wird sich dadurch erledigen, dass ich die Wahl gewinne«, haust du raus, ohne noch röter zu werden.

Für die hart arbeitenden Leute in diesem Land willst du kämpfen und Gerechtigkeit schaffen. Große Worte. Was steckt dahinter? Entmachtung der Banken und Konzerne? Oh, sorry, der war frech. So etwas macht man als guter Sozialbürokrat – mit 280.000 EUR netto im Jahr – natürlich nicht… Aber vielleicht eine Mindestlohnerhöhung, Vermögenssteuern? »Die Gewinne der Unternehmen sind deutlich stärker gewachsen als die Löhne. Das sollten die Tarifpartner bei ihren nächsten Verhandlungen berücksichtigen.« Ah, okay. Die Tarifpartner sollen das klären. Also die ArbeiterInnen sollen für höhere Löhne in den Tarifauseinandersetzungen kämpfen. Ja, krasse Neuerung. Danke dafür.

Donnerstag, 9. März 2017

Die neue POSITION 1-2017 ist da!

Rechtzeitig zum 8. März

Am 8. März findet, wie jedes Jahr, der internationale Frauenkampftag statt.
Inzwischen wird dieser auch von bürgerlicher Seite als „Frauentag“ gefeiert.

Dabei wird oft vergessen, woher der Tag eigentlich kommt. Der internationale Frauenkampftag wurde 1911 von proletarischen Frauen, vor allem unter der Führung von Clara Zetkin, erkämpft.

„Heraus mit dem Frauenwahlrecht!“ Unter diesem Motto gingen am 19. März 1911 mehr als eine Million Frauen auf die Straße. Später wurde der Tag auf den 8. März verlegt. Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland inzwischen erkämpft.

Heute gehen wir auf die Straße, um deutlich zu machen: die sogenannte Gleichstellung der Geschlechter gibt’s zwar auf dem Papier, von der Realität ist das aber weit entfernt. Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 22 % weniger als Männer, arbeiten tendenziell in prekäreren Verhältnissen und leiden stärker unter der Schwierigkeit Familie und Berufsleben zu vereinbaren.

Montag, 27. Februar 2017

„Überstunden, Hetze, Unzufriedenheit“

Foto: DGB Jugend Nord
DGB Nord veröffentlicht „Ausbildungsreport 2017 für Schleswig-Holstein“

Wir veröffentlichen aus gegebenem Anlass an dieser Stelle Auszüge aus der Pressemitteilung des DGB Nord zum Thema.

Der „Ausbildungsreport 2017“ für Schleswig-Holstein dokumentiert erneut gravierende Qualitätsmängel in den Betrieben. Die Ausbildungsvergütung liegt unter dem Bundesschnitt. Nur 30 Prozent der Auszubildenden erlernen ihren Wunschberuf. Nur 30,9 Prozent der Befragten rechnen damit, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Die Mehrheit der Auszubildenden sieht sich durch Arbeitsdruck oder schlechte Arbeitsbedingungen „stark“ bis „sehr stark“ am Ausbildungsplatz belastet. Die Zufriedenheit steigt bei Vorhandensein von Mitbestimmung und Tarifverträgen sowie mit der Betriebsgröße.

Dienstag, 14. Februar 2017

Der offene Brief…

…an Ursula von der Leyen

Liebe Ursula von der Leyen,

man könnte fast meinen, dir kommt der Wahlsieg Trumps ganz gelegen. Denn deine schon lange gehegten Pläne bekommen nun neuen Aufwind. „Europa muss sich entscheiden, ob es selbst mitgestalten oder nur Spielball sein will“, verkündest du eine Woche nach den Wahlen in der ZEIT. Und mit Europa meinst du nichts anderes als das strategische Bündnis EU. 

Denn schon seit längerem verfolgst du, wie auch die restliche deutsche Bundesregierung, das Ziel, eine EU-Armee aufzubauen. Erst im Weißbuch der Bundeswehr von Juli 2016 wurde diese strategische Orientierung erneut geäußert. So eine EU-Armee ist aber auch praktisch – schließlich könnte man dann ohne den NATO-Partner USA weltweit militärisch agieren. 

Das wiederum würde Deutschlands Rolle in der Welt natürlich stärken, schließlich hat die Bundesrepublik einen entscheidenden Einfluss innerhalb der EU. So müssten wir uns nicht mehr in der NATO mit den anderen streiten, sondern könnten selbst bestimmen, wo wir einmarschieren wollen. Eine tolle Sache für das deutsche Kapital!

Donnerstag, 9. Februar 2017

Antifa heißt „besser sein“?

Der typische Nazi ist offenbar dumm, ungebildet, arm und Ostdeutscher

"#MecklenburgVorpommern, das am dümmsten besiedelte Bundesland. #AfD“ – dieser Tweet eines Users zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, schließlich sind Postings wie diese nicht mehr aus den sozialen Netzwerken wegzudenken. 

Angesichts der stark aufstrebenden rechten Kräfte in Deutschland kommt kaum noch jemand drum herum, sich zu diesem Thema zu positionieren. Die bürgerliche Mitte ist sich einig: Nazis sind doof. Wer aber sind diese Nazis und wo kommen sie so vermeintlich plötzlich her? Wer sich im Internet die vielen antirassistischen Seiten anschaut, wird feststellen: Der typische Nazi ist offenbar dumm, ungebildet, arm und Ostdeutscher. Mit ihm zu diskutieren lohnt sich nicht, denn er ist aus bösem Willen Rassist geworden und man muss zwar gegen Nazis sein, ganz loswerden kann man sie aber nicht.

Dienstag, 7. Februar 2017

Wider die falsche Bescheidenheit – Durchhalten!

SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG
der SDAJ- und der DKP-Lübeck/Südost-Holstein
anlässlich der Warnstreiks zu den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch in der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Arbeitgeber kein Angebot zur Tabellenerhöhung bzw. zur Erhöhung der Auszubildendenvergütung vorgelegt. Ver.di ruft daher völlig berechtigt zu Warnstreiks und Aktionen auf.

Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) und die Deutsche Kommunistische Partei Lübeck / Südost-Holstein wünschen Euch für diese Aktivitäten viel Erfolg und einen langen Atem, den ihr sicher brauchen werdet.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Rolli – dein Kampf geht weiter!

Erklärung der SDAJ-Geschäftsführung zum Tod von Rolf Priemer

Mit Rolf Priemer (genannt Rolli) verliert die Arbeiterbewegung in Deutschland eine ihrer Persönlichkeiten. Wir verlieren als SDAJ mit Rolli unseren ersten Bundesvorsitzenden, der er von 1968 bis 1974 war. 

Wir verlieren einen derjenigen, die 1968 so mutig waren trotz des Verbots der KPD und der FDJ wieder eine sozialistische Jugendorganisation zu gründen und damit denjenigen, die den Faschismus befördert und von ihm profitiert hatten, eben denen, die in der jungen Bundesrepublik ungestraft und in Amt und Würden blieben, den alten und neuen Nazis, den Kriegsprofiteuren, den Großkapitalisten, offen den Kampf anzusagen.

Dienstag, 24. Januar 2017

Trumps Sieg…

…ist ein Sieg des reaktionären Flügel des US-Kapitals und sollte uns eine Lehre sein

Trump ist die Quittung für die Politik Obamas. Dessen Wahlsieg 2008 hatte bei vielen Menschen in den USA, ja weltweit, Hoffnungen geweckt. Auf mehr soziale Sicherheit, weniger Krieg, ein besseres Leben. Diese Hoffnungen wurden enttäuscht. Obama hatte angekündigt die US-Kriege zu beenden – und es sind mehr geworden. In knapp 13 Jahren hat sich die Zahl der „extrem Armen“ in den USA fast verdoppelt. Das Vermögen der Millionäre ist um 13,6% auf 8,5 Billionen Dollar gestiegen. Von Clinton wäre nichts anderes zu erwarten gewesen.

Die Wut gegen dieses Establishment hat Trump das Präsidentenamt eingebracht. Er hat sie in reaktionäre Bahnen gelenkt – mit Rassismus, Frauenfeindlichkeit und auch mit starken Sprüchen über die ausgebeutete amerikanische Arbeiterklasse, gegen die WallStreet. Gleichzeitig verzichtete die US-Linke auf eine eigene Kandidatur: Sanders und Angela Davis empfahlen die Wahl der Kandidatin des Großkapitals Clinton.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Solidarisch gegen den Hass – 2017 braucht dein Engagement

Auf zur Demonstration
„21 Jahre Hafenstraße
- nichts und niemand ist vergessen!“
21. Januar 2017, 13.00 Uhr,
Holstentorplatz Lübeck

Wir veröffentlichen an dieser Stelle Auszüge aus dem Aufruf zur Demonstration:

Am 18. Januar 1996 brannte in der Lübecker Hafenstraße ein Haus. Es war der folgenschwerste rassistische Brandanschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Zehn Menschen starben in den Flammen. Unter den Toten waren sieben Kinder. Die Täter_innen sind bis heute nicht verurteilt.

21 Jahre später werden Rechtsextreme wieder nicht daran gehindert geflüchtete Menschen anzugreifen. Mancherorts, entstehen wieder pogromartige Stimmungen. Auch in Lübeck gab es Angriffe durch Nazis auf Menschen. 2016 zählte “Mut gegen Rechte Gewalt” 1.832 Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte, davon 103 Brandanschläge und 348 körperliche Angriffe. Jeden Tag fanden drei Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte statt. Manche_r sieht Parallelen zu den Zustände der 1990er Jahre oder zum Erstarken des Faschismus in den 1930ern .

Freitag, 6. Januar 2017

100 Jahre nach der Oktoberrevolution - Wir können!

Lenin spricht in Moskau, Foto: gemeinfrei
Wer eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland macht hat im Anschluss relativ gute Chancen auf eine Übernahme und damit auf einen Arbeitsplatz. Dieser Erfolg, erkämpft von den Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit der IG Metall, hat allerdings diverse Lücken und Hintertüren für die Unternehmer, durch die sie die Übernahmeregelung umgehen können.

Dennoch: In allen anderen Bereichen sieht es schlechter aus. Leiharbeit und Werkverträge betreffen vor allem junge Beschäftigte. Befristete Arbeitsverträge sind eher die Ausnahme als die Regel. Dennoch: Immerhin hat man noch einen Job. Aktuell fehlen circa 300 000 Ausbildungsplätze und etwa die gleiche Anzahl Studienplätze, um alle BewerberInnen zu versorgen.

Wer leer ausgeht, findet sich meist in irgendwelchen „Maßnahmen“ der Arbeitsagentur wieder oder versucht mit einem Bundesfreiwilligendienst oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr die Zeit zu überbrücken – mit einem Stundenlohn von in der Regel unter zwei Euro.

Freitag, 23. Dezember 2016

Spickzettel: „Terrorismus“

Die Anschläge am 11. September oder die jüngsten Geschehnisse in Berlin, Brüssel und Paris… Seit über 15 Jahren kennen nun auch „wir“ im Westen islamistischen Terror. Durch diese Attacken sind viele unschuldige Menschen ums Leben gekommen. 

Sicherheitspolitik und der „Krieg gegen den Terror“ beherrschen seitdem die Medien, das Zusammenleben und auch immer wieder unseren Sozialkundeunterricht. Auch weil Deutschland in diesem Krieg mitmischt, z.B. in der Türkei, wo deutsche Soldaten stationiert sind, um, wie es heißt, die Grenze des NATO-Partners zu schützen.

Klar diskutiert man im Unterricht mal darüber, ob es okay ist, überall Kameras zu installieren und Telefone und Internet zu überwachen. Für mehr Sicherheit vor Terroristen werden auch die sozialen Medien überwacht. Oder es wird diskutiert, ob die Kriege in Afghanistan und Irak sinnvoll waren. Immer mehr wird diskutiert, dass man jedoch gegenüber dem Terror nicht tatenlos zusehen kann. Aber selten schaut man auf die Hintergründe, warum Menschen in europäischen Städten Zivilisten angreifen, sich in die Luft sprengen oder eigene Gottesstaaten, sogenannte „Kalifate“, ausrufen, wie es der sogenannte „islamische Staat“ in Syrien macht.

Samstag, 17. Dezember 2016

Stop wars! Eure Kriege führen wir nicht!


Der Kampf gegen Imperialismus und Krieg bleibt aktuell

In immer mehr Ländern auf der Welt herrscht Krieg. Länder versinken im Bürgerkrieg. Millionen Menschen fallen den Kriegen zum Opfer oder müssen vor ihnen fliehen. Das alles ist richtig. Aber es ist nur die halbe Wahrheit. Kriege fallen nicht vom Himmel. Sie werden vorbereitet und geplant, sie werden durchgeführt und man kann sie auch wieder beenden.

Samstag, 10. Dezember 2016

Solidarität mit der EVG!

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verhandelt mit der Deutschen Bahn über einen neuen Tarifvertrag. 

Wir als SDAJ unterstützen die Forderung der EVG nach weniger Arbeitszeit oder mehr Urlaub. 
Um das zu erreichen können die Signale auch mal auf Halt bleiben. 

Hier könnt ihr unsere Solidaritätserklärung nachlesen:

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der reale Irrsinn im Norden: Hamburgs Blaulichtviertel

Foto: junge Welt, 08.12.2016
Einer der größten Polizeieinsätze in der Geschichte der Hansestadt soll das OSZE-Treffen sichern. Anwohner sind vor allem eines: genervt

Kampfhubschrauber in der Luft, Scharfschützen in Position, NATO-Draht an Bahndämmen, überall Polizei – Hamburgs harte Hunde proben den Aufstand. Für die heute beginnende zweitägige Ministerratssitzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), mit der das Jahr des deutschen Vorsitzes in der OSZE endet, wird die Hansestadt in den Ausnahmezustand versetzt. Die Polizei hat faktisch das Kommando übernommen.

Eine monströse Streitmacht ist im Einsatz: rund 13.200 Beamte, davon allein 700 aus Spezialeinheiten. Flughäfen und Bahnhöfe werden von der Bundespolizei überwacht, die Bundeswehr schickt Eurofighter zur Absicherung des Luftraums.

Dass dieses Heer für den Schutz der Tagung überdimensioniert ist, gibt sogar Hamburgs Polizei zu.

Mittwoch, 30. November 2016

SDAJ: Fidel Castro ist tot – der Kampf geht weiter!

Am 25. November ist unser Genosse Fidel Castro, der Comandante en Jefe der kubanischen Revolution und Präsident bis 2008, im Alter von 90 Jahren gestorben.

Mit der Revolution 1959 befreite sich das kubanische Volk von der grausamen Herrschaft des Batista-Regimes und der wirtschaftlichen Ausbeutung durch den US-Imperialismus. Dabei spielte Fidel Castro als „Comandante en Jefe“ eine herausragende Rolle – er war es, der 1961 die Revolution zu einer sozialistischen erklärte.

Unter Führung der PCC (Kommunistische Partei Kubas) und Präsident Fidel Castro machten sich die Kubanerinnen und Kubaner nun daran, sich ein besseres Leben aufzubauen. Sie enteigneten die US-amerikanischen Konzerne, die das Land ausbeuteten; sie verteilten in einer Agrarreform das Land an die, die es bewirtschaften; sie führten Bildung für alle ein, in einem Land, in dem zuvor die Wenigsten lesen und schreiben konnten; sie schufen sich ein Allen kostenlos zugängliches Gesundheitssystem, das noch heute seinesgleichen sucht; sie verteilten mit den wenigen Mitteln eines Dritte-Welt-Staats den produzierten gesellschaftlichen Reichtum.

Montag, 28. November 2016

Heraus auf die Straße!

http://www.dkp-sh.de/antifa/Plakat20161203klein.pdfAuf zur
Demonstration 
"Stoppt den Faschismus in der Türkei"
Samstag, 3.12.2016 14 Uhr
Konrad-Adenauer-Straße/ Lindenteller, Lübeck


Stoppt den Faschismus in der Türkei

Freilassung der HDP-Vorsitzenden und aller anderen politischen Gefangenen

Dienstag, 22. November 2016

19. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden, Russland 2017

Zweites internationales Vorbereitungstreffen in Namibia

In Windhoek, der Hauptstadt Namibias, hat in dieser Woche das zweite internationale Vorbereitungstreffen für die XIX. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden stattgefunden. Die Delegierten aus rund 30 Ländern diskutierten unter anderem das Programm des Festivals, das im Oktober 2017 im russischen Badeort Sotschi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014, stattfinden wird.

Eröffnet wurde das Treffen vom Generalsekretär der früheren Befreiungsbewegung und heutigen Regierungspartei SWAPO, Nangolo Mbumba. Er würdigte die Unterstützung, die der Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) und die antiimperialistische Jugendbewegung der Welt in früheren Jahrzehnten dem Freiheitskampf des namibischen Volkes gegen die Besatzung durch das südafrikanische Rassistenregime gewährt habe.

Montag, 14. November 2016

Likes und Dislikes aus der POSITION #5/16

Dieses Mal:
- Online-Messenger,
- das Buch ‚Die Aula‘ und
- der Film ‚Die Mitte der Welt‘

Die Mitte der Welt – Coming of Age statt Coming Out

Die Verfilmung von „Die Mitte der Welt“ erzählt von Phil. Er wächst mitten im Nirgendwo mit seiner melancholisch-feindseligen Zwillingsschwester Dianne und seiner liebevollen aber unkonventionellen Mutter Glass auf. Phils beste Freundin Kat scheint genauso speziell zu sein, wie Phils Familienkonstellation. Wechselnde Haarfarben, exzentrischer Kleidungsstil und Lebensfreude sind ganz anders, als die Nachbarn im Dorf. Ohnehin schon chaotisch, wird Phils Leben so richtig turbulent, als sein neuer Mitschüler Nicholas die Bühne betritt.

Montag, 7. November 2016

Marxistisches Krisenlexikon

Spätestens seit Ende 2008 ist „Die Krise” in aller Munde, die bürgerlichen Medien berichten, Dokumentationen über die Weltwirtschaftskrise 1929 werden ausgegraben und die Regierung pumpt unglaublich viel Geld in den Finanzsektor und die Wirtschaft.

Aber wie kommt es eigentlich zu solchen Krisen? Welche Mechanismen verbergen sich im Hintergrund? Diesen und weiteren Fragen sind GenossInnen in der Positionskolumne „Marxistisches Krisenlexikon” auf den Grund gegangen. Lesenswert meinen wir und stellen es euch deshalb zur Verfügung.

1. Wirtschaftskrise

Ökonomische Krisen, so könnte es scheinen, sind das Schicksal der Menschheit. Immer wieder hat es Zeiten der Not und des Hungers gegeben, schon das Alte Testament erzählt vom Wechsel der 7 fetten und der 7 mageren Jahre. Hatten also bereits die alten Juden und Ägypter mit Wirtschaftskrisen zu kämpfen? Und warum war Frau Merkel nicht so gut beraten wie der Pharao, der rechtzeitig große Vorratsspeicher anlegen ließ?

Donnerstag, 3. November 2016

Der Nachrichtenwert eines Menschenlebens

Syrien, Türkei, Jemen: Die Kriegsberichterstattung von Spiegel, taz, Bild & Co. weist eine Tendenz zur unterschiedlichen Gewichtung ziviler Opfer auf

Rebellen starten Offensive gegen Assad-Truppen“, meldete Springers Boulevard-Postille Bild vergangene Woche mit kaum verschleierter Freude. Dass der Vormarsch der „Rebellen“, die im übrigen angeführt werden durch islamistische Terrorbanden wie Ahrar al-Sham und der in Fatah al-Sham umbenannten al-Qaida-nahen Al-Nusra-Front, mit massivem Beschuss von Wohngebieten begann, bei dem Zivilist*innen zu Tode kamen, verschweigt das auflagenstärkste Medium Deutschlands bewusst. Es seien nur „Regime-Positionen“ angegriffen worden.

Was Bild hier implizit tut, ist, das Leben von Zivilist*innen, einfach weil sie in von jeweils anderen Kräften kontrollierten Gebieten leben, unterschiedlich zu gewichten. Tote Menschen auf Rebellenterritorium sind eine Meldung wert, solche, die in Assad-Gebieten leben, eben nicht.

Die unterschiedliche Gewichtung vergleichbarer Verbrechen ist dabei in der Berichterstattung auflagen- und zugriffsstarker Medienunternehmen keineswegs eine Seltenheit. Vielmehr scheint sie fest in der Arbeitsweise dieser Blätter verankert zu sein.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Kriege der Bundeswehr gehen auf unsere Kosten

Rede von Lena Kreymann für den Jugendblock auf der Friedensdemonstration am 8. Oktober 2016

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

ich spreche hier als Vertreterin des Jugendblocks, der Naturfreundejugend, des SDS, der didf-Jugend, der linksjugend.solid und der SDAJ. Es tut gut, so viele von uns hier versammelt zu sehen. Aus unserer Sicht ist es ein großer Erfolg, dass es uns gemeinsam gelungen ist, wieder zu einer bundesweiten Friedensdemonstration zu mobilisieren. Danke, dass ihr dem Aufruf gefolgt seid!

Die Kriege der Bundeswehr gehen auf unsere Kosten – sie kosten Milliarden Euro. In unseren Schulen gibt es zu wenig LehrerInnen. Etwa 300.000 Ausbildungs- und Studienplätze fehlen. Die Busse und Bahnen werden teurer. Immer wird gesagt, dass dafür kein Geld da wäre. Für die Bundeswehr und Krieg ist immer Geld da: 130 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren für Rüstung ausgegeben werden! 2017 soll der Verteidigungsetat doppelt so schnell wachsen wie der Gesamtetat!

Samstag, 15. Oktober 2016

arm & ausgebrannt

Die neue POSITION – Ausgabe #5/2016 ist da

Horst Seehofer wollte unser Sozialsystem schon mit der Waffe gegen Zuwanderer schützen, als die Arbeiter Feindlichen Deutschen (kurz: AfD) noch in den Kinderschuhen steckten. Mittlerweile sind sie ihren geistigen Vätern aber über den Kopf gewachsen, zumindest in Ostdeutschland.

Prekäre Beschäftigungen, Zukunftsängste und Massenarbeitslosigkeit treibt den dort offen rassistisch auftretenden Vertretern der deutschen mittelständigen Unternehmen bis zu 20% der Bevölkerung in die Arme. Die Wahl der „Protestpartei“ ist meist ein Verzweiflungsakt und zeigt das Versagen des kapitalistischen Systems und seiner Parteien ziemlich deutlich.

Samstag, 1. Oktober 2016

DIE WAFFEN NIEDER!

http://www.stop-wars.de/files/2016/09/flyer_online.pdf
Gemeinsam für Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau – Kommt zum Jugendblock auf der bundesweiten Friedens-demonstration am 08. Oktober in Berlin!

Wir bezahlen

Die Kriege der Bundeswehr gehen auf unsere Kosten – sie kosten Milliarden Euro. In unseren Schulen gibt es zu wenig Lehrer*innen. Ausbildungs- und Studienplätze fehlen. Die Busse und Bahnen werden immer teurer. Wir können uns die Miete nicht mehr leisten. Immer wird gesagt, dass dafür kein Geld da wäre. Für die Bundeswehr und Krieg ist immer Geld da: 130 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren für Rüstung ausgegeben werden.

Für die Profite der Unternehmer

Bei den Einsätzen der Bundeswehr geht es nicht darum Brunnen zu bauen, Frauenrechte zu stärken oder den Terrorismus zu bekämpfen. Weder in Afghanistan noch in Syrien geht es den Menschen nach den Kriegen von NATO und Bundeswehr besser. Im Gegenteil: Es gibt Millionen Tote, die Länder sind zerstört und viele müssen aus ihrer Heimat fliehen - ein fruchtbarer Boden für Terrorismus. Es geht bei diesen Kriegen nicht um das Wohl der Menschen vor Ort. Es geht darum die Gewinne der Unternehmen zu sichern. Die Unternehmen brauchen billige Rohstoffe
und sichere Handelswege, um ihre Waren zu verkaufen. Das gibt die Bundesregierung sogar zu: „Unsere Wirtschaft ist auf gesicherte Rohstoffzufuhr und sichere internationale Transportwege angewiesen.“, schreibt sie im neuen Weißbuch der Bundeswehr.

Donnerstag, 29. September 2016

„So viel legale Arbeit und Organisation wie möglich“

Vor 60 Jahren sprach die westdeutsche Regierung unter Kanzler Adenauer ein allgemeines Verbot über die größte antifaschistische Jugendorganisation, die „Freie Deutsche Jugend (FDJ)“ aus. Wir haben darüber mit Herbert Mies gesprochen, der die FDJ in Westdeutschland in der Illegalität leitete.

POSITION: Du hast deine Kindheit unter der faschistischen Diktatur erlebt. Danach hat dich dein Weg direkt zu den Kommunisten geführt. Wie kam das, wo Du doch sicher alltäglich der Hitler-Propaganda ausgesetzt warst?

Herbert Mies: Naja, ich war ja nicht nur der faschistischen Propaganda ausgesetzt. In meinem kommunistischen Elternhaus wurde ich zu selbstständigem humanistischen Denken erzogen. Ich lernte den Krieg mit seinen Opfern und Zerstörungen hassen und begann ihn im Kopf zu bekämpfen. Damals wollte ich Lehrer werden, doch die Nazis verhinderten das. Da ich mich nicht nicht freiwillig als Offizier beworben habe, haben sie mich für „unwürdig“ eingestuft deutscher Lehrer zu werden – ich musste das Seminar verlassen.

Sonntag, 25. September 2016

„Jeder ist seines Glückes Schmied“???

Das wird uns schon in der Grundschule eingetrichtert. Wenn du also nur genug ranklotzt, klappt das schon mit deinen Zielen und Wünschen. Aber was für Ziele eigentlich?

Mein Banknachbar in der Grundschule kommt aufs Gymnasium, ich auf die Hauptschule. Pech gehabt. Hätte ich etwas mehr gelernt, hätte ich das auch gepackt. Sein Vater ist Arzt, meiner Bäcker. Was für ein Zufall. Und jetzt kommt er zum Klassentreffen im Porsche vorgefahren. Warum er, warum nicht ich? Er hat alles, was ich wollte. Dabei habe ich geackert bis zum Umfallen, mich angestrengt.

Für die Firma in eine andere Stadt ziehen? Kein Problem. Gute Leistung allein reicht schließlich nicht mehr. Flexibel muss man sein! Und dann kommt das schon, der Porsche, die Traumfamilie, der Managerjob – nur eben nicht bei mir. Da kann ich dran rumschmieden so viel ich will. Der Traumurlaub fällt auch mal wieder ins Wasser. Da bleibt mehr Zeit zu lernen, sich anzustrengen, was zu werden. Jeder ist seines Glückes Schmied – nicht zu vergessen!

Mittwoch, 14. September 2016

Gute Gründe dagegen zu sein

Die neue POSITION #4/2016 ist da!

Vor den „Systemverächtern am rechten und linken Rand“ warnte kürzlich Pfaffe Gauck, der noch deutsches Staatsoberhaupt und vor allem größter selbsternannter Bürgerrechtler ist. Stattdessen müsste man davor warnen, die Augen vor der Realität zu verschließen.

Denn wenn wir in dieses Land schauen, dann sind da nicht wenige Politiker in rechten Parteien und in den Regierungen, die immer weiter gegen Geflüchtete Stimmung machen. Dann sind da weiterhin Anschläge und Hetzjagden auf Ausländer und ihre Unterkünfte. Dann wird von AfD und den Regierenden mehr Überwachung und mehr Abschiebung gefordert.

Dann sind sich rassistische Hetzer, regierende Sozialdemokraten, Unionschristen und „Bürgerrechtler“ einig, dass die Bundeswehr größer und schlagkräftiger werden soll. Da reden sie alle von Leistung und Chancengleichheit und interessieren sich doch einen Dreck um unsere nicht-vorhandenen Chancen nach der Schule.

Samstag, 10. September 2016

TTIP – NEIN zur Wirtschafts-NATO!

TTIP als „Freihandelsabkommen“ zwischen den USA und der EU zu bezeichnen, ist ein Täuschungsmanöver. TTIP ist ein Wirtschaftspakt zwischen den Konzernen in den USA und in der EU – allen voran den deutschen Konzernen.

Ihr gemeinsames Ziel ist die Ausbeutung der eigenen Bevölkerung zu intensivieren, indem Konzerne Staaten vor Schiedsgerichten verklagen können, wenn Gesetzgebungen ihre Gewinne schmälern. Damit ist dem Abbau der letzten sozialen und ökologischen Standards Tür und Tor geöffnet: Absenkung des Arbeitsschutzes, Freigabe von Arzneimitteln ohne ausreichenden Verbraucherschutz und weitere Privatisierungen in der öffentliche Daseinsvorsorge werden die Folge sein.

Deswegen ist TTIP nichts anderes als ein transatlantischer Pakt für Ausbeutung, den die Beschäftigten hier und jenseits des Atlantiks in ihrem eigenen Interesse ablehnen müssen!

TTIP ist Teil eines Wirtschaftsblocks unter US-Führung, der sich direkt gegen China und Russland richtet. Zu Recht bezeichnete die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton TTIP als „Wirtschafts-NATO“. Denn TTIP ist eine wirtschaftliche Kampfansage gegen Russland und China und wird dazu beitragen, die Gefahr eines Krieges mit nicht absehbaren Folgen zu erhöhen. Auch dagegen werden wir am 17. September bundesweit auf die Straße gehen!

Am 17. September gilt: Alle auf die Straße!
CETA & TTIP STOPPEN! Für einen gerechten Welthandel!

Samstag, 3. September 2016

Warum in die JAV gehen?

Deine Ausbildung fängt gerade an, alles ist neu und du weißt noch gar nicht, wie das so läuft? Sicherlich wirst du schon bald immer wieder in Situationen kommen, die dich ärgern oder die einfach gar nicht klar gehen. Sei es der Chef, der dich mies behandelt, sei es, dass du den ganzen Tag Sachen erledigen musst, die mit deiner Ausbildung eigentlich gar nichts zu tun haben oder dass du die teure Arbeitskleidung selbst bezahlen musst, obwohl die doch eigentlich von der Firma gestellt werden müsste. Du willst etwas dagegen tun, aber alleine bringt das sowieso nichts? In jedem Fall ist es sinnvoll, sich mit anderen zusammen zu tun, gemeinsam zu kämpfen. Die Möglichkeiten, etwas zu erreichen, steigen damit enorm!

Freitag, 19. August 2016

Krieg verhindern heißt für die eigenen Interessen kämpfen!

Kriege verhindern heißt Kampf auf der Straße, in den Schulen, Betrieben und Unis

Die Bundesrepublik ist mit der Bundeswehr und der NATO an ca. 20 Kriegseinsätzen beteiligt. Aber einen Krieg hier bei uns fürchten noch die wenigsten. Das solidarische Staatenbündnis Europa schützt uns vor Krieg und Leid im Herzen der westlichen Wertegemeinschaft, so zumindest Angela Merkel und Co.

Schaut man näher hin, so entlarvt sich die vermeintliche Friedenspolitik des „Friedensengel“ Merkel als platte Lüge. Die Interessen, die hinter Kriegen und aggressiver Außenpolitik der BRD stehen, sind weder Demokratie noch der Schutz der deutschen Bevölkerung. Um die Profite der deutschen Banken und Konzerne zu vermehren, geht auch die BRD buchstäblich über Leichen.

Sonntag, 24. Juli 2016

Alles rund um deinen Ferienjob

Vergangenen Freitag begannen für uns die Sommerferien. Auch in anderen Bundesländern fangen bald die Sommerferien an. Viele Schülerinnen und Schüler versuchen sich mit Ferienjobs das Taschengeld aufzubessern.

Aber es gibt bei solchen Ferienjobs einiges zu beachten, daher haben wir euch hier die wichtigsten Fakten zusammengestellt. 

Zum Runterladen und Ausdrucken haben wir hier für euch das Merkblatt Ferienjobs.

Montag, 18. Juli 2016

SDAJ: Solidarität mit allen fortschrittlichen und demokratischen Kräften in der Türkei

Im Folgenden dokumentieren wir einige Stimmen aus Deutschland und der Türkei zum Militärputsch vom vergangenen Freitag / Samstag und den undemokratischen Folgen seitens des AKP-Regimes.

In der Türkei haben Teile der Militärführung versucht einen Putsch durchzuführen und eine Militärdiktatur zu errichten. Das hat das türkische Volk in der Geschichte schon mehrfach erleben müssen. Es bedeutete jedes Mal die brutalste Unterdrückung und Verfolgung von KommunistInnen, Linken, GewerkschafterInnen und DemokratInnen.

Auch wenn die Lage noch nicht vollständig klar ist, scheint die Erdogan-Regierung den Putsch erfolgreich niedergeschlagen zu haben. Doch gewonnen ist dadurch nichts. Die Erdogan-Regierung hat selbst auch schon in den letzten Jahren demokratische Rechte, wie Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit, immer weiter eingeschränkt. Sie hat massive Polizeigewalt gegen Kritikerinnen und Kritiker angewandt und gegen die unterdrückte, kurdische Bevölkerung auch das Militär eingesetzt. Den Putsch wird sie jetzt als Vorwand dafür benutzen, nicht nur das Militär zu säubern, wie es Präsident Erdogan im Fernsehen angekündigt hat. Vor allem wird sie die Verfolgung und die Gewalt vor allem gegen linke und demokratische AktivistInnen, Parteien, politische Bewegungen und PressevertreterInnen verschärfen.

Samstag, 16. Juli 2016

Betriebliche Mitbestimmung für Auszubildende an der UKSH-Akademie abgeschafft

Foto: ver.di Nord
In den letzten Tagen wies die Gewerkschaft ver.di auf einen (weiteren) unhaltbaren Umstand am UKSH hin, der schon in der sogn. „freien Wirtschaft“ für Empörung sorgen würde. Er ist aber umso skandalöser im Falle des UKSH, da es sich bekanntlich in öffentlicher Trägerschaft des Landes Schleswig-Holstein befindet.

Die SDAJ Lübeck / Südost-Holstein solidarisiert sich ausdrücklich mit den gewerkschaftlichen Forderungen und veröffentlicht daher an dieser Stelle die Pressemitteilung von ver.di Nord:

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert das Vorgehen der UKSH-Akademie, wonach die betriebliche Mitbestimmung für die circa 400 Auszubildenden der Krankenpflege oder Hebammen abgeschafft worden ist.

Montag, 11. Juli 2016

Lügenpresse?

Alternativlosigkeit, soziale Spaltung und Kriegsideologie sind nicht zufällig vorherrschend in der öffentlichen Meinung

Vor zwei Jahren wurde der Begriff „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres gekürt. Mehr und mehr Menschen verlieren ihr Vertrauen in die Nachrichtenmeldungen, es wird sogar von einer Medienkrise gesprochen. Wie stark beeinflussen die Medien unsere Meinung, was ist dran an der Gleichmacherei?

Ziemlich viel, wie es scheint. Denn in Deutschland haben die zehn großen Medienkonzerne mehr als den halben Medienmarkt in ihrer Hand. Bei den Boulevardblätter hat der Axel-Springer-Konzern, der auch die BILD-Zeitung herausgibt, 80 Prozent in der Hand. Das Privatfernsehen ist unter zwei Medienmultis aufgeteilt, die zwei Drittel aller ZuschauerInnen erreichen. Und natürlich vermitteln diese in ihren Zeitungen, Magazinen und TV-Sendern eine gewisse Meinung.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Post von der SDAJ: Der offene Brief an Ursula von der Leyen

Photos © Counter Tyranny Operative / youtube
Liebe Ursula von der Leyen,

kurz nachdem du im Januar 2014 Kriegsministerin wurdest, hast du versprochen, die Bundeswehr „familienfreundlicher“ zu machen. Sie soll einer der attraktivsten Arbeitgeber werden. Deine vorherigen Erfahrungen aus der Arbeit als Arbeits- und Familienministerin verschaffen diesem verlogenen Vorhaben Glaubhaftigkeit.

Unter deiner Führung kamen zu den bisher zwölf Einsätzen fünf neue Auslandseinsätze hinzu. Diesmal familien- und arbeiterfreundlich. Auf deiner Antrittsreise in Libyen hast du uns dann gezeigt, wie schön es da aussieht im Krieg. Zu der Reise hast du deine Lieblings-Boulevard-Blätter Gala, Bunte, Superillu, Bild der Frau und tina mitgenommen. Die sorgen dann schon dafür, dass die Familien hinter dir stehen und deine 7 Kinder dich auch mal nett lächelnd auf einer Illustrierten sehen.

Von den Qualen für die Bevölkerung und von den Toten kein Wort.

Dienstag, 21. Juni 2016

POSITION 3-2016 ist da!

Kriegstreiber, rechte Hetzer und was wir tun können

Militärisches begegnet uns nahezu überall: durch Bundeswehrwerbung, in Kinofilmen und in der Zeitung. Die Medien tragen entscheidend dazu bei, die Kriegstreiberei der herrschenden Klasse ideologisch voranzutreiben. Wir erleben aktuell eine Militarisierung der gesamten Gesellschaft mit neuer Qualität. Dem können wir nur durch Kämpfe für unsere Interessen etwas entgegensetzen. Mit diesen Aspekten beschäftigt sich das Thema des Heftes.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Strategie des deutschen Imperialismus

Auszüge aus der Einschätzung des 22. Bundeskongresses der SDAJ - vom SDAJ-Bundesvorsitzenden Jann Meier

 „Dem deutschen Imperialismus ist es gelungen seinen Gestaltungsspielraum auf nationaler, wie internationaler Ebene weiter auszubauen. Eine umfassende Militarisierung soll auch in Zukunft dazu beitragen die Profite der deutschen Monopole zu sichern und die Großmachtbestrebungen des deutschen Kapitals umzusetzen. […]. Dieser Kurs umfasst Bestrebungen innerhalb internationaler Bündnisse wie der NATO und Vereinten Nationen eine größere Rolle zu spielen und gleichzeitig die weltpolitische Bedeutung der vom deutschen Imperialismus dominierten EU, sowie deren Militärapparat, weiter auszubauen. Damit einher gehen auch eine Ausweitung der Bundeswehreinsätze und eine umfassende Militarisierung der Gesellschaft.“ (Beschluss des 22. SDAJ-Bundeskongresses)

Das ist kein Geheimnis, sondern fast schon in ähnlichen Worten letzte Woche durch die Veröffentlichung der Entwurfsfassung des neuen Weißbuchs der Bundeswehr bestätigt worden, wie man in der jungen Welt in einem Beitrag von Jörg Kronauer nachlesen kann. Es wird relativ deutlich ein eigener Weltmachtanspruch formuliert. „Aktive Gestaltung der globalen Ordnung“ heißt das dann. Diese Formulierung fand sich im Weißbuch von 2006 noch nicht.